
0,5 g Samen
Aussaat: März bis Juni
Pflanzabstand: 50 cm zwischen den Pflanzen und 60 cm zwischen den Reihen
Ernte: ca. 50 Tage nach der Aussaat
Basilikum Siam Queen(Ocimum Thyrsiflora)
Basilikum 'Siam Queen' (Ocimum thyrsiflora)
Der intensivste Horapha-Basilikum, wahrscheinlich eine der ältesten Sorten der thailändischen Basilika. Später wurde er teilweise durch den gewöhnlichen Thai-Basilikum ersetzt, der milder und für ein breiteres Publikum zugänglicher ist.
Diese Sorte besitzt dicke, fleischige Blätter von intensivem Grün mit violetten Nuancen. Das Aroma ist außergewöhnlich kräftig und erinnert an getrocknete Gewürze wie Kardamom, Sternanis und Nelken. Die typischen Lakritznoten werden von starken balsamischen, süßen und würzigen Nuancen begleitet, ähnlich wie Zimt.
Das Ergebnis ist ein sehr intensives, charaktervolles Aroma – nicht für jeden Geschmack, aber wer diese Kraft zu schätzen lernt, erhält eine Pflanze für einzigartige Gerichte mit deutlich exotischer Prägung, die Ihren Gästen in Erinnerung bleiben werden.
Auch als Aufguss ist dieser Basilikum außergewöhnlich: intensiv duftend und aromatisch.
Anbau
Die Pflanze ist kräftig, liebt einen Standort in voller Sonne und wird durch die in Blättern und Stängeln enthaltenen Anthocyane zusätzlich geschützt.
Der Wasserbedarf ist durchschnittlich. Sie ist nicht besonders wärmebedürftig und bleibt bis zu den ersten starken Frösten im vegetativen Wachstum. Sie passt sich verschiedenen Bodentypen gut an.
Die Pflanze erreicht eine Höhe von bis zu 1 Meter und bildet große Blütenstände in Farbtönen von Rosa bis Purpur. Für Pflanzen, die zum Verzehr genutzt werden, sollten die Blütenstände entfernt werden, während man sie zur Saatgutgewinnung vollständig ausreifen lassen kann.
Sortenhinweis
Nach unseren Erfahrungen mit anderen Sortenbeschreibungen wirken viele asiatische und afrikanische Basilikumarten weniger anspruchsvoll als traditionelle italienische Sorten. Tatsächlich handelt es sich dabei jedoch häufig um eine Wahrnehmung.
Viele italienische Basilikumpflanzen werden als Jungpflanzen gekauft und sind häufig F1-Hybriden. Diese profitieren von der Heterosis und zeigen eine höhere Wuchskraft, bessere Toleranz gegenüber bestimmten Krankheiten und eine verzögerte Samenbildung. Das daraus gewonnene Saatgut ist jedoch nicht sortenecht und kann nicht zuverlässig für die nächste Saison verwendet werden.
