
1 g Samen (ca. 1000 Samen)
Aussaat: März bis September
Pflanzabstand: 30 cm zwischen den Pflanzen und 30 cm zwischen den Reihen
Ernte: Für die Blätter ca. 30 Tage nach der Aussaat; für die Samenernte ca. 75 Tage nach der Aussaat
Mexikanische Quelites Atlixco (Chenopodium berlandieri ?)
Atlixco Quelites (Chenopodium berlandieri ?)
Wir tauchen immer tiefer in die faszinierende Welt Mexikos ein: mit den Quelites.
Der Begriff stammt aus dem Nahuatl-Wort quilitl, das „essbares Kraut“ bedeutet. Heute wird der Ausdruck jedoch weiter gefasst und kann allgemein „Gemüse“ bezeichnen – beispielsweise auch für verschiedene mehr oder weniger wilde Brassicaceae in der Region Michoacán.
Aus der Region Puebla stammt der Quelite von Atlixco, eine für die lokale Küche besonders bedeutende Pflanze. Die Blätter werden gekocht, getrocknet und zu Mehl verarbeitet, das zum Füllen von Tacos und für Suppen verwendet wird. Da die Pflanze eng mit dem Amarant verwandt ist, werden auch die Samen genutzt.
Besonders geschätzt werden die Blütenstände, die hier Huauzontle genannt werden. Dieser Begriff bezeichnet allerdings üblicherweise eine andere Form von Chenopodium berlandieri, die einen stärker ausgeprägten und kompakteren Blütenstand besitzt.
Anbau
Im Garten verhält sich diese Pflanze praktisch wie eine Wildpflanze. Sie ist ausgesprochen widerstandsfähig gegenüber Hitze und Trockenheit und ähnelt unserem heimischen Gänsefuß (Chenopodium album).
⚠️ Hinweis: Wir empfehlen den Anbau dieser Art vor allem Liebhabern der traditionellen mexikanischen Küche und Menschen, die sich für den Erhalt alter Kulturpflanzen und Saatgutvielfalt interessieren.
Erwarten Sie keine völlig unbekannten oder außergewöhnlichen Geschmackswelten: Die Chenopodium-Arten gehören auch in Europa zu unseren ältesten kulinarischen Erinnerungen – mit all ihren positiven und weniger positiven Eigenschaften.
Persönliche Anmerkung von Pietro Segatta: Ich schätze diese Sorte sehr, weil sie nicht nur den Geschmack vieler Gerichte einer kulinarischen Tradition prägt, die ich liebe, sondern auch ein Symbol für die Verbindung zwischen Mensch und Pflanze darstellt.
Leider hatte unser heimischer Gänsefuß (Chenopodium album), obwohl er gelegentlich in der Küche verwendet wurde, nicht dasselbe Schicksal. Ein möglicher Grund dafür ist seine starke Konkurrenzfähigkeit gegenüber dem Getreideanbau, insbesondere gegenüber dem Weizen.
